Geschichte der Loge

Die Darmstädter Loge erhielt am 05. August 1816 ihr Konstitutionspatent als Tochterloge der Frankfurter Provinzial-Großloge im Eklektischen Bund. Stifter war der Großherzog Ludewig I. von Hessen-Darmstadt. Am 23. Oktober 1816 wurde unter Teilnahme von etwa 270 Brüdern die erste Logenarbeit unter ihrem Meister vom Stuhl, dem Leibarzt Freiherr von Wedekind, abgehalten. In dieser Arbeit wurde die Loge unter Anwesenheit von Männern aus allen Ständen der Stadt, darunter der Großherzog selbst und sein Baumeister Georg Moller, ihre konstitutiert.

Im Jahre 1817/18 zählte die Loge 155 Mitglieder. Am 14. Februar 1817 schenkte Ludewig I. seiner Loge das Grundstück Sandstraße; Georg Moller baute das Logenhaus, welches im Jahre 1818 eingeweiht wurde. Ebenso wie der Stadt Darmstadt hat Moller auch der Freimaurerloge ein klassizistisches Gesicht gegeben.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurden die Freimaurerlogen nach und nach verboten, Freimaurer verfolgt. Zu den Mitgliedern der Darmstädter Loge gehörte Wilhelm Leuschner. Er wurde am 29. September 1944 von den Nazis ermordet.

Von 1934 bis September 1944, als das Gebäude bis auf den Portikus durch einen Bombenangriff zerstört wurde, diente es als Tanzschule. Nach Ende des 2. Weltkrieges nahmen 28 Brüder der Loge die Arbeit wieder auf; heute hat die Loge über 70 Mitglieder. 1965/66 wurde das Logengebäude mit Hilfe der Stadt Darmstadt unter Einbeziehung des erhalten gebliebenen Portikus wieder aufgebaut und dient den Brüdern der Loge seitdem wieder als Heimstatt.

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